Es gibt Dinge, die man naturgemäß nicht mag. Bei mir sind das Horrorfilme.
Klar, werden jetzt manche sagen, dafür sind Horrorfilme da: man soll sie nicht mögen, man soll sich fürchten. Gut und schön. Ich habe nur kein Interesse daran, mich zu fürchten. Auch das Argument, dass das mal ein guter Ausgleich sei oder ähnliches zieht nicht; es ist nicht so, dass man von einem guten und glücklichen Leben einen Ausgleich bräuchte. Alles andere wäre schon eine ziemlich merkwürdige Weltanschauung.
Wenn ich zu Filmabenden eingeladen werde, sage ich regelmäßig ab, wenn es sich um Horrorabende handelt (am besten noch mit themenspezifischem Outfit) und wenn bei einem normalen Filmeabend zwischendurch mal ein Horror läuft, beschäftige ich mich halt anderweitig.
Warum? Erstens ich mag keinen Horror. Komischerweise liebe ich die Resident Evil Filme, aber ich glaube, das ist trotzdem völlig anders, als andere Horrorfilme. Gut, der erste Teil war schon ab 16, hatte allerdings die größte Spannung. Teil 2 war actionlastig und Teil 3 sowieso wieder was anderes. Aber Resident Evil ist gut. Und die Umbrella Corporation ist gut.
Okay zurück zum Thema.
Ich mag keinen Horror. Horror macht Angst. Horror löst Streß aus. Horror beeinflusst die Wahrnehmung. Horror beeinflusst in einer Weise, die ich nicht brauche. Wenn ich einen Film sehe, in dem die Menschen Angst haben, sterben und generell eine Stimmung herrscht, die ich im wirklichen Leben auch nicht erleben möchte, warum soll ich mir das dann als Film antun? Außerdem wird kein Mensch abstreiten, dass die Anspannung ja körperlich auf einen wirkt. Das ist zwar unter anderem Sinn und Zweck dieser Filme, allerdings wirken diese Eindrücke auch noch dauerhaft nach.
Wird doch das Denken und unser Handeln durch das, was wir sehen und erleben, beeinflusst. Und in einem Horrorfilm gibt es wahrlich nichts, was ich übernehmen oder in meinem täglichen Leben erleben möchte.
Aber bei einem Horrorfilm kann man sich so gut um die Mädels kümmern.
Schön, soll machen wer will. Horror ist nichts für mich, es tut niemandem gut. Ich hab genug Herausforderungen in meinem Leben, dass ich keinen zusätzlichen Nervenkitzel durch Horrorfilme brauche. Und eine Frau, die nicht erkannt hat, wie weitreichend die Dinge, mit denen wir uns umgeben unser eigenes Leben beeinflussen, ist sowieso nichts für mich.
Aber zwischendurch kann man sich doch schon mal einen Film ansehen.
Ja. Man kann. Ich habe kein Bedürfnis. Jedes mal ansehen einer unerwünschten Situation löst Bilder in unserem Inneren aus. Es gibt keine Bilder in so einem Film, die ich verwirklicht sehen will.
Nein, nein. Wenn ihr mich einladet oder einen Film mit mir sehen wollt, sollte es kein Horrorfilm sein. Auch wenn sie absolut lächerlich sind, man sieht, wie billig und künstlich die Sachen sind, ich will es nicht sehen. Gerade in solchen Fällen gibt es ja erst recht keinen Grund, ihn sich anzusehen: es ist nicht so, dass ich meine Lebenszeit mit billigem Klamauk und schlechten Filmen versauen muss.
Ich habe noch nicht den Grad der absoluten Langeweile erreicht, in dem ich mir zum Zeitvertreibe Filme ansehen muss. Auf mich wartet ein Leben, das mir mehr bietet als ein Film. Mehr Freude, Glück, Reichtum, Zufriedenheit und schöne Augenblicke, als mir ein Film bieten kann. Verschont mich also mit Horror oder mit schlechten Filmen. Dazu ist meine Zeit zu wertvoll. Und eure auch.




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