Seit einigen Tagen verwende ich tägliche To-Do Listen. Ich habe schon früher versucht, mit Plänen zu arbeiten. Dabei habe ich mir meistens ein Ziel vorgenommen, dass ich zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht haben wollte und habe versucht, es herunterzubrechen, um dann täglich und wöchentliche Fortschritte zu erzielen. Normalerweise eine gute Taktik, brachte mir aber wenig. Warum, wird ein zukünftiger Post über Zielsetzung ausführlich klären.
Jetzt habe ich vor einigen Tagen angefangen, abends auf ein A5 Blatt aufzuschreiben, was ich am nächsten Tag tun will. Auf der heutigen Liste steht zum Beispiel
- 3 Kapseln, Cocktail, 1/2 Liter
- 20/120 Spanisch
- 30-60 Min Treadmill + Missing Secret
- Jam + Blogs umziehen
- 2-3 Posts
- To-Do List für 9.3.08 … auf meiner Liste steht 08…
etc. Auf der heutigen Liste stehen 11 Punkte. Hinter jedem Punkt steht meine Wertung von A-C, wobei A Aufgaben natürlich die wichtigsten sind, die möglichst als allererste erfüllt werden sollen, B Aufgaben auch wichtig sind, aber erst nach den A Aufgaben erledigt werden sollen. Und C Aufgaben können zugunsten von A oder B verschoben werden oder komplett ausfallen. Auf meiner heutigen Liste ist keine einzige C Aufgabe und ich fange meist mit einer B Aufgabe an (PowerCocktail trinken, 3 Kapseln nehmen, 1/2 Liter Wasser trinken), danach mache ich eine A Aufgabe (20/120 Spanisch) und gehe danach aufs Laufband und höre ein Audiotraining (B Aufgabe). Die Wertigkeit einer Tätigkeit kann von Tag zu Tag wechseln, aber das Prinzip bleibt gleich.
Wenn ich vom Laufband komme, was natürlich nur geht, wenn ich zu Hause bin, schaue ich mir dann an, welche Aufgabe ich als nächstes in Angriff nehme. Meistens die unangenehmste A Aufgabe, dann ist die weg und drückt nicht auf die Gedanken und das Gemüt.
Was ganz neu ist: heute habe ich mir eine Belohnung aufgeschrieben, die ich mir am Tagesende verdient habe. Ich darf Columbo schauen. Morgen werde ich da wohl Shark eintragen. Normalerweise sehe ich die ganze Woche kein fern mehr, nicht einmal mehr meine geliebten Simpsons. Und wenn ich dann fernsehe, stehe ich noch einmal zusätzlich auf dem Laufband. Faul herumliegen… das kann ich machen, wenn ich wirklich erschöpft bin.
Jedenfalls ist es eine große Befriedigung, abends im Bett zu liegen, aufzuschreiben, wofür man dankbar ist (weiterer Punkt auf der Liste) und die Aufgaben für den nächsten Tag zu planen. Das gibt einem große Ruhe und ein System für den Folgetag. Man weiß, was man tun wird. Auch wenn man nicht alles schafft, erreicht man doch mehr, als ohne Plan. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich bin oft genug planlos umhergeirrt und habe mich gefragt, mit was ich anfange zu arbeiten. Dank meiner Liste weiß ich es jetzt und muss mich um nichts mehr kümmern.
Und das Besondere ist: keine Vorlage, die ich ausfüllen ‘muss’, keine zig Punkte auf der Liste, die ich beachten muss, wenn ich sie ausfülle oder so. Am einfachsten geht es wirklich mit einer (spontanen) Planung am Abend mit einem leeren Blatt Papier. Vorlagen haben mich früher immer abgelenkt, haben zu Ausflüchten und Ablenkung geführt und deshalb kann ich derzeit nur empfehlen, mit einem leeren Blatt zu starten. Und wirklich nur die Aufgaben des Folgetages aufzuschreiben. Eine Sortierung nach A, B, C ist am Anfang nicht notwendig, aber hilfreich.
Ich kann nur sagen, mit diesen einfachen To-Do Listen bekomme ich wesentlich mehr erledigt, bin organisiert und ruhig, aber nicht ‘verplant’. Ich werde in einem späteren Beitrag noch ausführlicher auf die Listen eingehen.
Wenn du nichts besseres zu tun hast, dann schreib heute abend doch einfach mal selbst eine To-Do Liste. Und schreib als letzten Punkt des Tages “To-Do List für {Folgetag}” auf. Und gib der Aufgabe ein A.
Dann vergißt du es am Abend nicht.




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