August 31, 2009

Beginn des zweiten Weltkrieges

Wow! Deutschland und die Welt erinnern sich an den Ausbruch des zweiten Weltkrieges und des Überfalls auf Polen. Und Deutschland gedenkt der Schuld, die wir haben. Reicht es nicht langsam? (Ja)

Die Weltkriege, so unschön sie sind, waren unvermeidlich. Sonst wären sie nicht passiert. Dieses Ereignis hat die Welt insgesamt ein Stück vorangebracht. Nicht jeder hat etwas daraus gelernt, das sehen wir daran, dass wir immer noch Kriege “brauchen” und sich große Nationen, die schon damals involviert waren, auch heute noch aktiv in Kriegen beteiligen; aber es ist eine Lernerfahrung gewesen, die wir gebraucht haben, die not-wendig war (das soll die Not also wenden).

Schade für all die, die sagen, es war keine Lernerfahrung und es war nicht notwendig/unvermeidlich: denn sie haben nichts gelernt.

War es unvermeidlich? Es gibt Menschen, die sagen “hätte das Attentat funktioniert” oder “hätte man anders auf Hitler reagiert” oder ähnliches, dann hätte all das nicht passieren müssen, es wäre zu keinem Krieg gekommen. Guess what, wir hatten aber Krieg. Wenn alle “wenns” und “abers” nicht eingetreten sind, dann ist es an der Zeit, das Unvermeidliche zu akzeptieren. Es ist geschehen und das müssen wir akzeptieren. Und anschließend nach vorne schauen, den Blick in die Zukunft mit dem Tun in der Gegenwart.

Es soll auch Menschen geben, die verschütteter Milch nachtrauern. Natürlich ist der Verlust eines kostbaren Lebensmittels ärgerlich und unnötig, aber wenn es passiert ist, hilft es nicht, sich darüber zu ärgern. Wer sich ständig darüber ärgert oder nur das negative daran sieht aber nicht die Lehre daraus zieht, macht das ganze Ereignis bedeutungslos und spottet den gebrachten Opfern. Wer nicht aus den Ereignissen lernt und das Gute für die Zukunft daran sieht, verhöhnt die Ereignisse. Und das ist wirklich traurig.

Ein kurzes Wort zum Weltkrieg. War daran etwas gut? Natürlich kann man schlecht etwas gutes in einem so traurigen Spektakel sehen. Aber wir als nachfolgende Generationen müssen die positiven Dinge erkennen lernen, damit die Ereignisse und Opfer nicht umsonst waren. Natürlich möchte ich nicht sagen, dass Krieg gut ist, aber andererseits sind Maßstäbe wie “gut” oder “schlecht” menschliche Maßstäbe. Es ist einfach nur.

In einer interessanten Reportage im Fernsehen wurden Pläne gezeigt, dass das Mittelmeer vom Ozean abgetrennt werden sollte und das Wasser des Mittelmeeres zur Bewässerung großer Teile Afrikas verwendet werden sollte. Der absinkende Spiegel des Mittelmeeres würde neue Landmassen freigeben, die bebaut werden sollten. Wie man heute weiß, hätte die Durchführung dieser Pläne eine Klimakatastrophe herbeigeführt und man wollte bereits mit der Durchführung beginnen, wäre da nicht der Krieg ausgebrochen.

Hat Hitler uns vor der größten hausgemachten Klimakatastrophe der Welt bewahrt? Wahrscheinlich. Das ist natürlich keine Rechtfertigung für den Krieg. Aber es ist ein Punkt, den kaum jemand kennt und der der Welt weit schlimmeres gebracht hätte und auf Jahrzehnte und Jahrhunderte und jeder Mensch hätte darunter leiden müssen. Nur mal angenommen, das “Schicksal” stand vor der Wahl, Milliarden Menschen auf Jahrhunderte leiden zu lassen oder einige hundert Millionen für einige Jahre. Wie hätte die Entscheidung wohl ausgesehen?

Ich will nicht sagen, dass das der Grund für den Krieg war und warum er notwendig war. Aber es ist ein Punkt, der uns, näher betrachtet, eine neue Sicht darauf gibt, was geworden wäre, hätte es den Krieg nicht gegeben. Und wer weiß, was es sonst für Kriege gegeben hätte oder wie die Welt heute aussehen würde ohne dieses prägende Ereignis.

Es gibt Dünnbrettbohrer, die das hier lesen und das Rad der Zeit am Liebsten zurückdrehen wollen und nicht akzeptieren wollen, was ich hier schreibe. Ihr habt eure Meinung und das ist gut so. Lernt die Lektion und habt Vertrauen in die Zukunft. Wenn ihr sagt, es gibt kein Vertrauen, dann kann man also euch nicht vertrauen?!

Ein Wort zu der “Schuld”, die wir Deutschen angeblich haben:
Scheiß auf Schuld. Es gibt keine Schuld, sondern nur Verantwortung. Warum sollen wir uns heute, auch Jahrzehnte späer noch mit Schuld befassen? Schuld lähmt, Schuld macht es nicht besser. Natürlich sind die Weltkriege die wahrscheinlich berühmtesten Kriege. Und kein anderes Land fühlt sich für seine Kriege so schuldig wie wir Deutschen (es müssen). Natürlich sind abscheuliche Kriegsverbrechen begangen worden, Verbrechen und Leid, das absolut neu war.

Sollen wir deswegen ewig in der Vergangenheit leben und unsere Zukunft in Schande vor der Vergangenheit leben?

Damit ist jetzt endlich einmal Schluß. Wir sind Deutsche und das ist gut so. Wir brauchen uns bei keinem Zentralrat der Juden und einem immer nervenden, heulenden Friedmann entschuldigen oder uns etwas vorwerfen lassen. Wer von den heute Lebenden war denn schon damals dabei, die heute das Maul aufmachen und uns Schuld vorwerfen?

Schuldzuweisungen sind die einfachste und hinterhältigste Art, die Verantwortung für das eigene Versagen auf jemand anderen abzuwälzen. – Josef Kirschner

Wir müssen und dürfen die Vergangenheit nicht leugnen – aber in ihr Leben ist noch schlimmer. Die Deutschen haben die Lehre mitgenommen, bei anderen Ländern sieht es anders aus. Sollten nicht andere Länder sich bei uns entschuldigen, dass sie ihre Lektion noch nicht gelernt haben?

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